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Die UW/H in Zukunft

Am 22. Januar wird sich entscheiden, wer maßgeblich das Geschick der Universität beeinflussen wird. Die UW/H ist somit an einem Wendepunkt. Ihre heutige Organisationsform steht zur Disposition, aus unserer Sicht nicht aber die Idee. Wie geht es mit der UW/H weiter?
Um überzeugen zu können, braucht die UW/H eine klare Bestimmung ihres Wertes und muss ihre Potentiale aufzeigen. Wir sind davon überzeugt, dass die Universität noch immer mit Innovationen aufwarten kann. Wir sind ferner davon überzeugt, dass dies die fundamentale Existenzberechtigung der Universität ausmacht und sie attraktiv für Financiers macht.

Die finanzielle Zukunft der Universität hängt von ihren potentiellen Partnern ab. Wir haben ein Konzept zusammengestellt mit dem wir eine zusätzliche inhaltliche Perspektive bieten möchten. Das Zukunftspapier kann hier heruntergeladen werden: 20090115_zukunfts-uwh

Wir fordern hiermit auch die potentiellen strategischen Partner auf, mit uns in den Dialog zu treten!

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5 Antworten zu “Die UW/H in Zukunft”

  1. Ein Wiwi sagt:

    Zwischen verklärten Gründungsmythen, chronischem Hinterfragen des Offensichtlichen (Stichwort: “Selbstirritation”, freiheitlich-chaotischer Dialektik und einer als Herzstück missverstandenen schöngeistigen Horizonterweiterung droht eines verloren zu gehen: die Orientierung am Markt. Eine private Universität kann genau dann erfolgreich sein, wenn sie das obere Ende dessen anbietet, was am Markt nachgefragt, von den staatlichen Universitäten aber nicht in ausreichender Qualität geliefert werden kann. Auf Seite der Lehre kann hierzu ein Blick in die Stellenanzeigen hilfreich sein, auf Seite der Forschung ein Blick in die Zitier-Statistiken der A-Journals. Und ein Blick über den großen Teich, dorthin wo nichtstaatliche Universitäten eine Jahrhunderte alte Tradition haben, wird mit Sicherheit auch nicht schaden. Um sich dauerhaft am Markt durchzusetzen reicht es nicht, “anders” zu sein. Es kommt darauf an, messbar besser zu sein (Leistungselite). Genau aus diesem Grund ist es vonnöten, die Gründungsidylle von der “Modelluniversität” endlich abzuschütteln und die Augen zu öffnen für das, worin wir uns heute befinden: In einem knallharten globalen Wettbewerb um die besten Köpfe. Wir sollten uns nicht fragen: “Was machte die Universität vor vielen Jahren einmal aus?”, sondern “Wie bekommen wir auch künftig die besten Köpfe Deutschlands, ja der Welt, nach Witten?” Sehen wir also in Zukunft weniger rot (nicht nur auf der neuen Homepage!), irritieren wir uns weniger selbst, legen wir die Schrägstriche und Selbstweifel ab und orientieren wir uns an den besten Hochschulen der Welt. Die UWH hat innerhalb Deutschlands momentan ein (je nach Studiengang mehr oder weniger) ausgezeichnete Ausgangsposition. Nutzen wir sie!

  2. In Sorge sagt:

    Hier erst einmal ganz schnell:

    Höchst positiv,

    - dass von der Studentenseite ein inhaltliches Zukunftspapier für die Hochschule vorgelegt wird

    und

    - dass inhaltliche Schwächen eingeräumt werden (wenn ich es richtig lese).

    Aber

    ist diese Version 1 geeignet, Begeisterung bei neu zu gewinnenden Finanzierern auszulösen? Ich fürchte, “Ein Wiwi” sagt mit seinem Kommentar dazu höchst Bedeutendes.

    Haben die Verfasser bei all ihrer grossen Mühe, die sie auf das Papier verwandt haben, daran gedacht, es auch einmal in dieser Hinsicht auf einen Prüfstand zu stellen? Sind sie auf die Idee gekommen, den Entwurf einem Beratungsprofi vorzulegen und ihn um seine Meinung dazu zu bitten?

    Roland Berger kennt die Hochschule doch nun wirklich sehr gut, hat sich durchaus wohlwollend geäussert, obwohl er mit den vielen auch inhaltlichen Problemen dieser Hochschule vertraut ist, die in der Vergangenheit zu erheblichen Auseinandersetzungen mit Bertelsmann (Wössner) geführt haben. Ihn könnte man doch gut um seine Meinung zu einem solchen Zukunftspapier bitten.

    Oder glauben die Verfasser, seine Meinung bereits zu kennen, und fürchten um ihre “Freiheit” und ihre “Wahrheit”?

    Wer für die Verwirklichung seiner Wünsche das Geld anderer einsetzen möchte, kommt nicht daran vorbei, auch und nicht zuletzt in den Köpfen der Geldgeber denken zu können.

  3. KeinAngsthase sagt:

    @ In Sorge: Sorge (Angst) essen Seele auf … Mit Angst und Sorge - die Medien stürzen sich allzu gerne darauf - kommt man nicht weiter. Mut, Vertrauen und Durchhaltevermögen sind gefragt. Die Studierenden bringen all das mit, deshalb wird die UW/H diese Krise nicht nur meistern, sondern gestärkt daraus hervor gehen.

  4. In Sorge sagt:

    @ KeinAngsthase:

    Sorge ist nicht gleichbedeutend mit Angst.

    In der Sorge vernimmt der Mensch sein Sein. In bezug auf die Umwelt ist sein Dasein Besorgen, in dem zu seinen Mitmenschen Fürsorgen. Vgl. Heideggers Existentialontologie.

    “Mut, Vertrauen und Durchhaltevermögen sind gefragt. Die Studierenden bringen all das mit, deshalb wird die UW/H diese Krise nicht nur meistern, sondern gestärkt daraus hervor gehen.”

    Klar, das hoffen wir alle. Damit das aber keine leere Hoffnung bleibt und die Aktivitäten nicht bloßen Aktionismus widerspiegeln, ist vor dem Tun (und natürlich auch kontinuierlich während des Tuns) saubere Erkenntnisarbeit mit umfassendem Wahrnehmen und Begreifen nicht nur hilfreich, sondern unverzichtbar.

    Die Beispiele für wenig nachhaltigen Aktionismus sind in der Vergangenheit von Witten-Herdecke doch Legion. Siehe zuletzt die VerantwortungsGemeinschaft oder auch die gegen Droege gegründete AfB-Allianz für Bildung GmbH.

    Wenn jetzt die Alumni (wie auch immer unterstützt von welchen Kuratoren auch immer) für die finanzielle Absicherung der Hochschule von privater Seite sorgen wollen, kommt das reichlich spät, hoffentlich nicht zu spät. Und hoffentlich ist das nicht wiederum nur gut gemeinter Aktionismus, sondern auch im finanziellen Volumen wirklich dann gut und wirksam getan.

    Die zweifellos vorhandene Inhaltskrise der Hochschule ist damit aber noch keineswegs gelöst. Auch daran zu arbeiten, hat offenbar begonnen: viel Erfolg dabei!

  5. Ein Ehemaliger sagt:

    @ In Sorge: Da schließe ich mich an. Berger, Wössner,… wären die richtigen Kaliber.

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